OG-Playbook

Viele Ortsgruppen (OGs) stehen vor denselben Fragen:

  1. „Wie bekommen wir mehr aktive Mitglieder?”
  2. “Was können wir politisch Wirksames tun?“

Die nützlichsten, bewährten Antworten findest Du unten – prägnant zusammengetragen.

Wir wollen Dich mit diesem Dokument nicht überfordern. Deshalb such Dir eine Sache, die Du unbedingt umsetzen möchtest – möglichst etwas, was Dich entlastet und Deine OG stärkt. Welches dieser Probleme betrifft Dich derzeit?

Meine Ortsgruppe hat zu wenige aktive Mitglieder.
Die Motivation und Kommunikation in meiner Ortsgruppe ist mangelhaft. Es herrschen Konflikte, die die Arbeit behindern.
Die Arbeit in meiner Ortsgruppe ist nicht effektiv – wir kommen nicht voran, weil unsere Gruppen und Strukturen nicht funktionieren.
Wir wissen nicht, wie wir etwas politisch verändern können in unserer Stadt.
Wir haben Probleme in der Außenkommunikation meiner Ortsgruppe.

In dieser Übersicht wird Dein Problem nicht behandelt?

Dann teile in diesem Formular Deinen Input: Welche Probleme erlebt Deine OG? (Wir suchen die Lösungen für euch!)

Was empfehlt ihr, das euch gut hilft, bei euren Problemen? (Das hilft bei den Problemen anderer!)

Das Leben der OG

Wie Deine Ortsgruppe wächst, Neue onboardet, Mitglieder hält, Teamkultur pflegt, Projekte startet und Durchzieht.

Sind wir doch mal ehrlich: in vielen OGs wird sehr viel Arbeit von sehr wenigen Menschen erledigt. Das führt zu Überbelastung und am Ende zu einer inaktiven Ortsgruppe. In diesem Dokument findest Du viele Tipps und Tricks, mit denen Du Deiner Ortsgruppe neue Stärke verleihen kannst.

1: OG-Mitglieder gewinnen

Inhalte:

Mitglieder anwerben: Wachsen an den äußeren Rändern eurer Gruppe

Taktiken, mit denen Du neue Mitglieder finden kannst

Onboarding, Einarbeitung, Integrierung

Führe möglichst immer ein Einzel-Kennenlerngespräch

Schaffe direkt Gelegenheiten, Neue zu loben und einzubeziehen

Aktivismus-Pausen und Zurückkommen einfach machen

Teambuilding

Wie Deine OG starke interne Strukturen aufbauen kann, die etwas bewegen

Wirke mit: Teile in diesem Formular auch Deine Anwerbe-Tipps (oder -Probleme)!

So kann das OG-Playbook erweitert werden und andere OGs können von euch lernen.

Mitglieder anwerben: Wachsen an den äußeren Rändern eurer Gruppe

In diesem Dokument wird es viele Tipps und Tricks geben, bei denen Du Dir denkst, “wie soll ich das alles machen?”. In Ortsgruppen gibt es oft Personen, die im Kern der Gruppe stehen. Vielleicht bist Du eine von ihnen: sie sind viel beschäftigt, können vielleicht gerade so die wichtigsten Aufgaben einer Ortsgruppe erledigen. Außerdem haben diese Personen kaum noch Bekannte oder Freunde, die potenziell in Frage kämen, sich der Gruppe anzuschließen.

Daher ist es wichtig, dass Deine Gruppe an ihren Rändern wächst:

  • Aktivist*innen, die gerade erst mit an Bord sind, haben in der Regel mehr Menschen um sich herum, die noch nicht Teil der Bewegung sind, aber – wie die Person selbst – vielleicht schon drüber nachgedacht haben.
  • Das heißt: diese Menschen müssen befähigt werden, neue Aktivist*innen zu mobilisieren.
  • Bewirb das Aktivwerden mit der Aussicht auf greifbare Erfolge (“Klimaentscheid in unserer Stadt, sichere Fahrradwege und Verkehrsberuhigung”), lieber nicht mit der Chance auf Wichtigsein, denn das lädt oft problematisches Verhalten ein.
    Zitat aus Rules for Revolutionaries: “Frage nicht, wer wichtig sein will, frage lieber, wer arbeiten will” (und mit dem Einsatz ein konkretes Ziel erreichen, das Du benennst.)

Das heißt, wenn ihr gerade zu wenige Menschen seid, um eine ausgeglichene Aufgabenteilung zu erreichen und effektiv zu arbeiten, tut folgendes:

  • Wenn ihr einen spezifischen Bedarf habt, was muss passieren?
    1. Bedarf identifizieren (Brauchen wir gerade Unterstützung? Wenn ja, wo? Was sollte die Person mitbringen – wie viel Zeit, welche Skills, Netzwerke?)
    2. Bedarf intern kommunizieren (Kennt jemand aus dem Team wen? Gibt es in der Bewegung vielleicht schon jemanden, die*der für die Rolle geeignet wäre? Können wir den Bedarf auch decken, wenn wir uns besser aufteilen bzw. besser organisieren?)
    3. Bedarf decken und Einarbeitung organisieren (Wir brauchen eine neue Person? Wer ist zuständig dafür, sich darum zu kümmern? Wie wird diese neue Person eingearbeitet (s.u. ⬇ Onboarding, Einarbeitung, Integrierung)? Was bekommt die Person direkt Sinnvolles zu tun? Wer ist die erfahrenere Ansprechperson für die neue Person?)

Eine breitere Gruppe an Menschen hat mehr Möglichkeiten, besonders wichtig sind Menschen an den äußeren Rändern, ein Zitat der Fridays for Future AG “Abgeordnetengespräche” dazu:

Rückmeldung der AG Abgeordnetengespräche: “Recruiting über die Ränder klappt wirklich sehr toll, wie es auch die Swarmwise-Trainingsreihe beibringt. Das ist sehr wichtig.” Die AG stieg von 15-20 auf 25-30 Aktive.

Beispiel aus der Ortsgruppe Göttingen

Der Corona-Lockdown hat viele Ortsgruppen in ihrer Arbeit behindert. Viele hörten auf – sahen den Sinn von Aktionen während eines Lockdowns nicht mehr.

Die Ortsgruppe Göttingen hat die Chance genutzt, um ein Einsteiger*innenplenum zu planen. Die Herausforderung war, ein aktives Onlineplenum zu gestalten, das nicht langweilig und langatmig ist.

Durch eine strukturierte Agenda konnte sie vielen Neulingen die Bewegung nahe bringen und sie in das Orgateam integrieren.

Dabei waren zwei Dinge wichtig:

Ein geregeltes Offboarding von inaktiven Mitglieder*innen und ein Onboarding von neuen Mitglieder*innen. Alte Mitglieder wurden entweder reaktiviert oder gebeten, ihre Aufgaben abzugeben. Neuen Mitgliedern wurden diese Aufgaben dann überreicht. So fühlen sich Neuankömmlinge wertgeschätzt und werden direkt integriert.

Angeworben wurde durch einen Meeting-Link über Instagram und über Mobi-Gruppen der Ortsgruppe. So wurden viele Menschen eingeladen, die noch nicht Teil der Organisation waren, aber ein Grundinteresse an den Werten der Bewegung haben.

Taktiken, mit denen Du neue Mitglieder finden kannst

Sei kreativ, wenn es darum geht, Deine Gruppe und die Möglichkeiten zur Teilnahme bekannt zu machen. Du solltest Dir überlegen, was in Deinem Umfeld, das Du anziehen möchtest, am besten funktioniert. Hier sind einige Optionen, die Du in Betracht ziehen kannst:

  • Onboarding-Cafés: Gemeindekalender und lokale Websiten nutzen, um Anwerbe Events zu veranstalten, für Interessierten. Ein mögliches Event ist zum Beispiel ein Müllsammel Treff, bei dem Interessierte ganz leicht mitmachen können.
  • Mit einem Stand, Flyern oder einer anderen Art von Präsenz bei Veranstaltungen.
  • Nutze die Social-Media-Kanäle Deiner Gruppe, um über Möglichkeiten zur Teilnahme zu sprechen. Achte darauf, dass Du Hashtags verwendest, die in dem Umfeld, dass Du anziehen möchtest, beliebt sind.
  • Auslegen von Flyern an Gemeindezentren und auf dem Universitätsgelände.
  • Mitgliederwerbung in Interviews mit lokalen Medien.
  • Reden zur Mitgliederwerbung bei Treffen oder Veranstaltungen für gleichgesinnte Gruppen.

Am wichtigsten ist, dass die derzeitigen Mitglieder Deiner Gruppe die Botschafter*innen Deiner Gruppe sind. Hier sind einige Vorschläge, die sie tun können:

  • Bring-a-buddy-Treffen: Ermutigt jemanden, eine*n Freund*in zu euren regelmäßigen Treffen mitzubringen
  • Gemeinsame Nutzung von sozialen Netzwerken: Bitte jede*n, eine Werbebotschaft auf persönlichen Kanälen zu veröffentlichen.

Onboarding, Einarbeitung, Integrierung

Menschen ausführlich kennenlernen, bevor sie anfangen, sich zu beteiligen. → Leitfaden Kennenlerngespräch aus der AG Abgeordnetengespräche

Führe möglichst immer ein Einzel-Kennenlerngespräch

Wenn jemand sagt, dass sie*er daran interessiert ist, mehr zu erfahren oder sich in Deiner Gruppe zu engagieren, lade sie*ihn nicht einfach zu Deinem nächsten Treffen ein und belasse es dabei.

Um die Bindung Deiner neuen Mitglieder zu erhöhen, solltest Du persönliche Gespräche mit den neuen Mitgliedern führen, bevor sie zu einem Gruppentreffen kommen. Lerne die Person kennen. Finde heraus,

  1. was sie zur Gruppe hingezogen hat,
  2. welche Aufgaben ihnen Spaß machen oder was sie gut können
  3. wie viel Zeit sie haben.

Dann erzähle ihnen mehr über die Gruppe und bespreche, wie ihre Beteiligung aussehen könnte.

Diese Art der Einarbeitung erfordert zwar im Vorfeld mehr Zeit, spart aber auf lange Sicht Zeit: Die Leute sind schneller bei der Sache und bleiben länger dabei. Es kann sinnvoll sein, dass ein oder zwei Mitglieder Deiner Gruppe diese Onboarder*innen-Verantwortung als Daueraufgabe übernehmen.

📕 Mehr dazu: Beautiful Trouble: Make new folks welcome

Kapazitäten einschätzen: Bekomme ein Gefühl dafür, 1. wie Menschen eigentlich arbeiten wollen (eher autonom für sich, oder viel in direkter Interaktion?) und 2. wie viel Zeit sie wirklich zur Verfügung haben.

Schaffe direkt Gelegenheiten, Neue zu loben und einzubeziehen

  1. Sofort sinnvolle Aufgabe geben: Menschen brauchen ganz dringend von Anfang an eine konkrete Aufgabe, wenn sie erstmal ongeboardet sind. Wenn Onboarding ein bisschen länger dauert, sind Menschen da sehr nachsichtig. Aber wenn sie im Team sind und sich nicht gebraucht fühlen, verschwinden sie.
  2. Gib ihnen früh und persönlich Wertschätzung: Du musst ihnen das Gefühl geben, dass sie geschätzt werden. Menschen sind gerne mit Menschen zusammen, die sie gut behandeln. Wir alle haben viele alternative Aktivitäten zur Verfügung.
    📕 Mehr dazu: → 3 Tipps siehe ”The One Minute Manager” Summary
  3. Nutze ihren frischen Blick für Feedback: Nimm Dir Zeit, um dich mit ihnen außerhalb der Meetings zu treffen. Frage sie oft nach ihrer Meinung: Was denken sie über das Treffen, die Veranstaltung, die Aktion? Sie können die Dinge mit neuen Augen sehen. Lasse Deine Ideen an ihnen abprallen und frage sie nach ihrem Feedback.

Aktivismus-Pausen und Zurückkommen einfach machen

Zitat AG Abgeordnetengespräche: “Wir haben einige Menschen, die immer wieder gehen und zurückkommen, weil sie genau wissen, dass wir nicht böse über Pausen sind. Ich hab da mal die schöne Rückmeldung von einem Mitglied bekommen, dass sie sonst wahrscheinlich längst raus wäre 😊”

Teambuilding

Wer sich nicht kennt und mag, kann nicht gut aneinander delegieren und kommunizieren.

📕 Das Teambuilding-Konzept: Nur wenn sich alle im Team besser kennenlernen und mögen, kann man gut zusammenarbeiten. Aus der AG Abgeordnetengespräche haben Josi, Justus, und Vegard die besten Tipps und Methoden zusammengefasst: https://info.fffutu.re/leitfaden-teambuilding/ 

📕 Bessere Online-Meetings 1 – Moderation: Gut moderierte Tks gehen schneller und und erreichen mehr. Für alle, die bei der AG Abgeordnetengespräche nachgefragt haben, hier die grundlegenden Moderationstipps und -techniken in einem Leitfaden gesammelt: Bessere Online-Meetings 1 – Moderationsneulinge

📕 Bessere Online-Meetings 2 – Moderationsprofi: Wenn man grundsätzlich gut moderiert, es aber trotzdem besser laufen könnte, hilft diese Liste an Lösungswegen und Tools für spezifische TK-Probleme, mit Grüßen von der AG Abgeordnetengespräche: Bessere Online-Meetings 2 – Moderationsprofis

 

Wie Deine OG starke interne Strukturen aufbauen kann, die etwas bewegen

Der Schlüssel zu Bewegung ist eine Mitglieder*innenbasis zu organisieren, die auch aus nicht-klimaaktivistischen Sozialumfeldern besteht. Denn nur so kann sie ihre politische Macht ausbauen und nicht nur ihre bereits Vorhandene nutzen.

Doch was macht FFF falsch? FFF mobilisiert statt zu organisieren. Mit “Mobilisierung” ist gemeint, viele Personen zu politischen Handlungen zu bewegen. Das erreicht meistens nur eine “self-selecting population”, wie öko-linke Milieus. Es gibt keinen Outreach außerhalb dieser bereits ongeboardeten Umfelder.

Hingegen schafft man durch Organizing eine politisch mächtige Gruppe, die befähigt ist, Großes zu bewegen.

Stell Dir vor: Mobilisieren bedeutet, bereits beteiligte Menschen dazu zu motivieren, Deine Petition zu unterschreiben. Was würde passieren, wenn wir sie stattdessen dazu ausbilden, ihre eigene zu starten?

Um die Strukturen der Klimabewegung zu stärken, haben wir zwei Versionen eines Organizing-Trainings entwickelt:

Einerseits eine detaillierte Trainingsreihe, die Organizer ausbildet. Diese Reihe ist besonders an verantwortungstragende Personen gerichtet, wie AG-Sprechende oder Regiobuddies.

Alternativ gibt es auch eine schnelleres Training für große Gruppen mit dem Ziel, dass Teilnehmende ihr Umfeld überzeugend zur Klimawahl zu motivieren können. Dieses ist eher an die breite Masse gerichtet.

Anleitung für Action-Pläne:

Am besten funktionieren Action-Pläne, wenn Du sie direkt beim Lesen ausfüllst und Dir was vornimmst.

Daher klicke auf diesen Link zum Download als Word-Dokument. Dann kannst Du ganz entspannt den Action Plan ausfüllen und planen, wie Du Deine OG verbessern kannst!

Alternativ kannst Du natürlich auch handschriftliche Notizen machen.

Action Plan für Kapitel 1:

In diesem Kapitel hast du einiges gelernt,

  • Wie Du neue Mitglieder gewinnst (an den Rändern Deiner Gruppe)
  • Wie Du ein Organizing-Gespräch führst
  • Wie Du Deine Mitglieder organisierst, und nicht nur mobilisierst
  • Wie Du neue Mitglieder integrierst und onboardest, sodass sie dich schon bald entlasten können
  • Effektive Teambuilding-Konzepte und Moderationstechniken

Doch keine Sorge, Du musst nicht alles umsetzen. Überleg Dir: was ist DIR und Deiner Gruppe besonders wichtig? Suche Dir jetzt am besten EINE Sache aus, die Du unbedingt umsetzen oder im nächsten Plenum ansprechen möchtest.

Hier findest Du Direkt eine Anleitung, wie Du das Gelernte am besten anwenden kannst. Diese Taktiken sind besonders effektiv und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Problem gelöst werden.

Schreibe Dir die Fragen am besten auf einem separaten Blatt Papier auf.

Mitglieder anwerben: Wachsen an den äußeren Rändern eurer Gruppe

Die Leute, die noch neu in der Bewegung sind, sind für das Wachsen und Größerwerden der Bewegung genau die Richtigen!

Wenn Du nicht mehr alles aus diesem Kapitel weißt, ⇑ lies es Dir gerne nochmal durch.

Schau im OG-Playbook zu dem Thema was es gibt und dann komm hier her zurück.

Zum Thema Mitglieder anwerben: Wachsen an den äußeren Rändern eurer Gruppe möchte ich folgende Sache ausprobieren:

Was wünscht Du Dir? Wie soll Deine OG aussehen?

Wieviele Mitglieder soll Deine OG haben? Welche Bedarfe sind gedeckt? Beschreibe es in 3-6 Wörtern. Denk an etwas, das spannend, herausfordernd und machbar klingt.

Was wäre der größte Vorteil davon, wenn Deine Vision erfüllt wäre?

Wie würdest Du dich fühlen, was würde passieren? Beschreibe es in 3-6 Wörtern.

Identifiziere Hindernisse und Probleme:

Welche Probleme und Hindernisse treten auf, die dich daran hindern könnten, Deine Vision in die Tat umzusetzen? Fokussiere dich dabei zuerst auf internale Hindernisse, die Du selbst beeinflussen kannst. Sei so ausführlich wie möglich.

Anschließend kannst Du sie nach Wahrscheinlichkeit und Ausmaß priorisieren.

Schaffe dir “Wenn… dann” Pläne

Was tust Du, wenn eins der oben erwähnten, großen, Probleme eintritt? Was tust Du, um dem zu entgegnen?

Mache für jedes Hindernis ein “Wenn… dann” Plan. (Wenn [Hindernis 1] passiert, dann werde ich [Plan 1] durchführen.)

Taktiken, mit denen Du neue Mitglieder finden kannst

Es gibt viele Wege, neue Mitglieder zu finden. Du solltest Dir überlegen, was in dem Umfeld, das Du anziehen möchtest, am besten funktioniert.

Was wünscht Du Dir? Wie soll Deine OG aussehen?

Was für Werbeveranstaltungen werdet ihr gemacht haben? Wie werbt ihr neue Menschen an? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Denk an etwas, das spannend, herausfordernd und machbar klingt.

Was wäre der größte Vorteil davon, wenn Deine Vision erfüllt wäre?

Wie würdest Du dich fühlen, was würde passieren? Beschreibe es in 3-6 Wörtern.

Identifiziere Hindernisse und Probleme:

Welche Probleme und Hindernisse treten auf, die dich daran hindern könnten, Deine Vision in die Tat umzusetzen? Fokussiere dich dabei zuerst auf internale Hindernisse, die Du selbst beeinflussen kannst. Sei so ausführlich wie möglich.

Anschließend kannst Du sie nach Wahrscheinlichkeit und Ausmaß priorisieren.

Schaffe dir “Wenn… dann” Pläne

Was tust Du, wenn eins der oben erwähnten, großen, Probleme eintritt? Was tust Du, um dem zu entgegnen?

Mache für jedes Hindernis ein “Wenn… dann” Plan. (Wenn [Hindernis 1] passiert, dann werde ich [Plan 1] durchführen.)

Das Organizing-Gespräch – wie man Menschen an den äußeren Rändern gewinnt

Das Organizing-Gespräch ist eine gute Methode, um Bekannte, aber auch Fremde davon zu überzeugen, sich für eine Sache einzusetzen und sie zu organisieren.

Was wünscht Du Dir? Welche Vision hast Du?

Was möchtest Du erreicht haben? Ein geführtes oder vorbereitetes Organizing-Gespräche? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Denk an etwas, das spannend, herausfordernd und machbar klingt.

Was wäre der größte Vorteil davon, wenn Deine Vision erfüllt wäre?

Wie würdest Du dich fühlen, was würde passieren? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Identifiziere Hindernisse und Probleme:

Welche Probleme und Hindernisse treten auf, die dich daran hindern könnten, Deine Vision in die Tat umzusetzen? Fokussiere dich dabei zuerst auf internale Hindernisse, die Du selbst beeinflussen kannst. Sei so ausführlich wie möglich.

Anschließend kannst Du sie nach Wahrscheinlichkeit und Ausmaß priorisieren.

Kreiere “Wenn… dann” Pläne

Was tust Du, wenn eins der oben erwähnten, großen, Probleme eintritt? Was tust Du, um dem zu entgegnen?

Mache für jedes Hindernis einen “Wenn… dann” Plan. (Wenn [Hinderniss 1] passiert, dann werde ich [Plan 1] durchführen.)

Onboarding, Einarbeitung, Integrierung

Neue Mitglieder sind enorm wichtig. Genauso wichtig ist es, diese Direkt zu integrieren und ihnen das Gefühl zu geben, dass es gut ist, dass sie da sind.

Was wünscht Du Dir? Welche Vision hast Du?

Wie sieht das Onboarding bei euch in der OG aus, wie wünscht Du es Dir? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Denk an etwas, das spannend, herausfordernd und machbar klingt.

Was wäre der größte Vorteil davon, wenn Deine Vision erfüllt wäre?

Wie würdest Du dich fühlen, was würde passieren? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Identifiziere Hindernisse und Probleme:

Welche Probleme und Hindernisse treten auf, die dich daran hindern könnten, Deine Vision in die Tat umzusetzen? Fokussiere dich dabei zuerst auf internale Hindernisse, die Du selbst beeinflussen kannst. Sei so ausführlich wie möglich.

Anschließend kannst Du sie nach Wahrscheinlichkeit und Ausmaß priorisieren.

Kreire “Wenn… dann” Pläne

Was tust Du, wenn eins der oben erwähnten, großen, Probleme eintritt? Was tust Du, um dem zu entgegnen?

Mache für jedes Hinderniss ein “Wenn… dann” Plan. (Wenn [Hinderniss 1] passiert, dann werde ich [Plan 1] durchführen.)

Teambuilding

In Teams mit angenehmer Stimmung lässt sich besser arbeiten, kommunizieren und delegieren.

Was wünscht Du Dir? Welche Vision hast Du?

Wie sieht das Onboarding bei euch in der OG aus, wie wünscht Du es Dir? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Denk an etwas, das spannend, herausfordernd und machbar klingt.

Was wäre der größte Vorteil davon, wenn Deine Vision erfüllt wäre?

Wie würdest Du dich fühlen, was würde passieren? Beschreibe es in 3 – 6 Wörtern.

Identifiziere Hindernisse und Probleme:

Welche Probleme und Hindernisse treten auf, die dich daran hindern könnten, Deine Vision in die Tat umzusetzen? Fokussiere dich dabei zuerst auf internale Hindernisse, die Du selbst beeinflussen kannst. Sei so ausführlich wie möglich.

Anschließend kannst Du sie nach Wahrscheinlichkeit und Ausmaß priorisieren.

Kreire “Wenn… dann” Pläne

Was tust Du, wenn eins der oben erwähnten, großen, Probleme eintritt? Was tust Du, um dem zu entgegnen?

Mache für jedes Hinderniss ein “Wenn… dann” Plan. (Wenn [Hinderniss 1] passiert, dann werde ich [Plan 1] durchführen.)

Wie Deine OG starke interne Strukturen aufbauen kann, die etwas bewegen

Eine Bewegung kann viel mehr Bewegen, wenn sie organisiert, statt zu mobilisieren. Stell Dir vor: Mobilisieren bedeutet, bereits beteiligte Menschen dazu zu motivieren, Deine Petition zu unterschreiben. Was würde passieren, wenn wir sie stattdessen dazu ausbilden, ihre eigene zu starten?

Um alles übers Organizing zu erfahren, melde dich für unsere Organizing-Workshops an.

2: Mitglieder erfolgreich machen, die schon da sind

Motivierend kommunizieren

  • Was gibt’s dadurch zu erreichen? Frage nicht, wer eine TK will – das spricht nur an, was man hineinstecken muss: Zeit und Energie. Frage stattdessen eher, wer z.B. „die Möglichkeit ___________ abwägen und gemeinsam zwischen _____ und _______ entscheiden” will, oder “den neuesten Stand von _______ erfahren und nächste Schritte überlegen“ will. Der Inhalt ist motivierend, benenne ihn möglichst.
  • Keinen Senf hinzugeben.* Wäge ab, ob es etwas Wichtiges zu verändern gibt. Wenn Dein Beitrag zu den Ideen von jemande anderem klein und wahrscheinlich unbedeutend wäre, lass es einfach sein. Lass die andere Person stattdessen die volle Verantwortung für die Idee fühlen. Mache natürlich Vorschläge, wenn es mehr als nur „Senf“ gibt, das geändert werden sollte.

Erfolge sichtbar machen und feiern

Wirke mit: Teile in diesem Formular Deine “Erfolge feiern”-Tipps (oder Probleme) für OGs!

Um Aktive und Außenstehende zu motivieren, muss man ihnen zeigen, dass unsere Bewegung erfolgreich ist und Spaß macht. Niemand engagiert sich gerne, wenn es keinen Spaß macht und nichts erreicht wird.

  • High-five Channel: Wann immer jemand etwas toll gemacht hat, kann sie/er hier gebührend gefeiert werden

Konflikte in der OG abbauen

Hier stehen junge Menschen unter großem Druck. Alle wünschen sich Anerkennung und Selbstwirksamkeit. Dabei können wir einander missverstehen und verletzen. Wir müssen uns aber nicht durch ungelöste Konflikte vom Erfolg gegen die Klimakrise abhalten lassen.

  • Wieso Konflikte aufarbeiten? Wenn schwelende Probleme unangesprochen bleiben, kostet das Energie, verhindert Zusammenarbeit und sabotiert die Stimmung. Ein Einzelkonflikt kann sogar zu Lagerbildung führen. Besser, wenn Probleme geklärt und abgebaut werden.
  • Habt Hoffnung: Konfliktabbau kann unangenehm sein, ist aber oft erfolgreich. Konfliktabbau klappt auch, wenn der Zoff lang her ist, aber je früher, desto leichter geht’s.
  • Vorbereiten: Wenn Du anderen bei Konfliktabbau helfen willst, lenke Aufmerksamkeit darauf, dass die Fortsetzung des Konflikts Kosten hat (Anstrengung, Entmutigung, Lagerbildungsgefahr → weniger gegen Klimakrise erreichen!), die viel größer sind als die Kosten von Zuhören und Aufarbeitung. Aussprache erleichtert!

Wer sind die beiden (potenzielle zerstrittenen) Menschen, die Aufarbeitung und Frieden zwischen allen Beteiligten erreichen könnten?

Ein gutes kurzes How-to für schwierige Konversationen findest du hier:

📕 Mehr dazu: Difficult Conversations Summary – A Book by Douglas Stone

📕 Mehr dazu: Difficult Conversations — 6 minute summary | by Alex Chen | Medium

Findet heraus, wer da am besten vermitteln sollte und wer welche Ereignisse aufarbeiten müsste – eine neutrale Person, die beide Seiten mögen, sollte vermitteln mithelfen.

❗️ Wenn es bei euch in der Gruppe wirklich brennt und ihr nicht weiter wisst, dann laden euch die Psychologists For Future herzlich zu einer Beratung ein. Hier könnt ihr direkt jemensch kontaktieren: beratung@psychologistsforfuture.org

3: Tipps für die typischen OG-Orga-Aufgaben

Schritte für bessere interne Team-Organisation, die man sofort unternehmen kann.

Nach Widerständen entscheiden, nicht Konsens

Das Konsentprinzip bedeutet: Man einigt sich, dass das Prinzip von “kein schwerwiegender und begründeter Einwand?” die Entscheidungsfindung der Gruppe bestimmt. Wir sind eine Bewegung aus Freiwilligen, und wenn wir es durch den Zwang voller Einigkeit (Konsens) bremsen, Initiative zu ergreifen, werden wir Menschen verlieren und Ziele nicht erreichen.

  • ‘Schwerwiegend’ bezieht sich auf den Toleranzbereich, das heißt die Begrenzungen jedes einzelnen Teilnehmenden und der Umgebung. Man muss nicht einer Meinung sein welche die beste Lösung ist – eine Lösung innerhalb des Toleranzbereichs reicht aus.
  • ‘Begründet’ bedeutet, dass Konsent kein Vetorecht ist. Konsent bedeutet das Recht und die Verantwortung, den Einwand zu begründen. Einwände werden nach ihren Gründen beurteilt, und wie sie den Zielen der Gruppe dienen.
  • Beschlüsse können auch auf andere Weise als per Konsent getroffen werden, aber nur, wenn darüber mit Konsent entschieden wurde. Demokratisch beschlossen, anders zu entscheiden, geht also.

Kleine Gruppengrößen und das Ausschussprinzip

Immer wieder überlegen: Wie lässt sich ein großes Projekt in kleinere Sub-Projekte aufteilen? Der Schlüssel zu starken, großen Schwärmen: viele kleine Gruppen, die nach dem Ausschuss-Prinzip Teilbereiche bearbeiten und zurücktragen in größere Austausch-Gruppen. So vermeidet man Chaos bei Riesenkommittee-Arbeit.

Warum kleine Gruppen?

  • Mit der Gruppengröße steigt der Koordinationsaufwand enorm: Zwei Menschen haben nur eine Beziehung, aber bei 5 Personen sind es 10 Beziehungen, bei 7 schon 21.
  • Es braucht Vertrauen, Wissen über die Skills aller Teammitglieder und schnellen Überblick. Alles geht leichter in kleinen Gruppen – so geschieht mehr von der Arbeit, die die Welt verändert.
  • Deshalb → größere Gruppen in Sub-Gruppen aufteilen

Konzept: Die 3 magischen Gruppengrößen

  • 7 → Arbeitsgruppen im täglichen Kontakt; wenn’s über 7 werden, Gruppe aufteilen
  • 30 → in einem Projekt, z.B. Bündnisarbeit oder AG-übergreifend (“Wenn mehrere Gruppen zusammenarbeiten, versuche, die Größe bei oder unter dreißig zu halten.”)
  • 150 → maximale Tribe-Größe (“In einem gegebenen Kontext sind wir Menschen fähig, diese Zahl von Menschen namentlich zu kennen und zumindest sehr lose Bindungen mit ihnen zu haben.”)

WICHTIG: Je größer die Gruppe, desto mehr Beziehungen müssen aufrecht erhalten werden, mehr Absprachen müssen getroffen werden. Das Mithalten (v.a. inhaltlich) wird schwerer, je mehr Menschen zusammenarbeiten.

Die Wirksamkeit der OG

Wie soziale Bewegungen gewinnen und wie deine Ortsgruppe strategisch planen, Kommunal- bis Bundespolitik verändern, gezieltes Organizing machen, Bündnisse bauen kann.

Die Politik kümmert sich nur um die öffentliche Meinung, wenn die öffentliche Meinung organisiert ist und sich durchsetzen kann.

4: Wie Bewegungen gewinnen – Ein wenig Machttheorie

(Hier nur Übersicht, Inhalte dann in anderem Dokument:)

  1. Bewegungen koordinieren Menschen, von denen Machthaber*innen abhängen
    1. Macht ist die Fähigkeit, eine beabsichtigte Wirkung zu erzielen
    2. Man baut Macht auf, indem man viele Menschen für dieselben Ziele koordiniert
    3. Machthaber hängen von der Unterstützung ihrer Untergebenen ab
    4. Macht basiert auf Legitimität
    5. Legitimität kommt aus der “Mitte” und dem Querschnitt der Gesellschaft
    6. Macht sollte ständig aufgebaut werden
    7. Macht ist ein Tabuthema, weil sie ein Mittel zum Zweck ist
    8. Breiter Bündnisbau ist Machtaufbau
    9. Koordination gibt euch Macht – regionale OG-Vernetzung
  2. Bewegungen gewinnen, indem sie Support anziehen (detaillierter 📕 hier)
    1. Es gibt kein “die Gegner schlagen” – nur Druck durch Abhängigkeiten
    2. Erfolgreiche Bewegungen graben der “alten Welt” die Unterstützung ab
    3. Identifiziere die Stützsäulen der “alten Welt”
    4. Bewegungen gewinnen Macht, wenn die Koalition für ihre Ziele immer breiter wird
    5. Ziehe das Spektrum der Verbündeten schrittweise an
    6. Für langfristige Motivation braucht man positive Taktiken und Ziele
    7. Ziehe lieber 2% aus den meisten sozialen Gruppen an – als alle aus einer Gruppe
    8. Ziehe vor allem die Unterstützung der “unüblichen Verdächtigen” an

Wo ihr etwas bewegen könnt – die Einfluss-Sphären von OGs

  • städtisch
  • regional/Landespolitik
  • Bundespolitik als OG
    1. Eltern, Großeltern etc. ⬆ organizen und in SchwarmForFuture aktiv werden lassen
  • Mehrheiten und Normen verschieben und sichtbar machen

Was ihr tun könnt – konkrete Handlungsoptionen

Lokale Advocacy-Taktiken, die tatsächlich funktionieren.

Wirke mit: Gib in diesem Formular Deine OG-Erfolge an andere OGs! Das obige ist eine erste Version. Was hat bei euch gut funktioniert, vor welchen Problemen steht ihr als OG?

Beispiel aus der Ortsgruppe München

OG München hat Bündnis “München muss handeln” mit Unternehmen gegründet,…

Nach Veröffentlichung der FFF-Forderungen im Juli 2019 hat die OG München ein Bündnis aus örtlich ansässigen Unternehmen und NGOs gebildet, “München muss handeln”. MMH umfasst nicht nur die “üblichen Verdächtigen”, sondern alle möglichen Unternehmen, selbstständige Handwerker, die sich zum allerersten Mal politisch einmischen. Wieso? 1. Weil es etwas Erfolgsversprechendes gibt (⬆ Erfolge sichtbar machen und feiern) und 2. weil sie sich damit identifizieren können.

Teilt es, dann wird es im selben Format eingearbeitet:

  1. Was tut jemand? (“Die OG ______ tut _______.”)
  2. Why? What’s the strategy? (“Die Idee dahinter ist, dass ____”)
  3. Welche Fortschritte hat das ermöglicht? (“Seitdem haben sie _____ erreicht”)
  4. Kontakt, den du anrufen kannst wenn du von diesem Erfolg lernen willst (Name/Telnr.)

5: Strategische Außenkommunikation

Für Social Media, Presse

Politische Narrative

  • Es sollte eine Abfolge von Ereignissen, mit Charakteren, Kausalitäten und Konflikt sein. Die aufeinanderfolgenden Ereignisse in der Erzählung sollten verbunden sein durch “deswegen” (Kausalität) oder “aber” (Konflikt).
  • Ein Narrativ ist kein Slogan. “X ist gut/schlecht” ist kein Narrativ – weil es keine chronologische Erzählung enthält. Ebenso “wir fordern X”.

Radikale Ziele erreichen, nicht radikal klingen

Das Overton-Fenster (das, was von den meisten Menschen für “normal” und “gesellschaftlicher Konsens” gehalten wird) bestimmt, welche Forderungen realistisch und gesellschaftlich akzeptiert klingen. Man verschiebt das, indem man mutige Forderungen als populäre Forderungen formuliert; indem man seine Werte und seine Agenda als gesunden Menschenverstand formuliert. Die eigenen Forderungen bleiben dabei so radikal, wie sie sein müssen – wie es das Problem erfordert.*

Uns sollte nicht primär beschäftigen, zu signalisieren, dass wir politisch bewusst und “auf der richtigen Seite” sind – erfolgsversprechender ist es, wenn wir mehr Menschen an Bord helfen. Recht zu haben bringt nichts, wenn du keine Macht hast. Wie wir klingen, kann potenzielle Verbündete zu Gegner*innen machen und unserem Erfolg im Weg stehen.

Um eine populäre politische Bewegung zu organisieren, muss man Menschen dort begegnen, wo sie sind, in den Räumen, in denen sie sich aufhalten, in einer für sie vertrauten Sprache. Clubhäuser hingegen erfordern, dass die Menschen ein spezielles Vokabular lernen und sich in eine Subkultur einfügen, um beitreten zu können. Was wollen wir aufbauen?

Beispiel:

Seit 2000 wird diskutiert, ob der Flughafen Heathrow eine dritte Start- und Landebahn bekommen soll. Neben anfänglichem Rückenwind aus der Politik entstanden auch schnell Proteste. Erste wurde die Landebahn von lokalen Anwohner*innen problematisiert, die eine Gefahr für Infrastruktur und Belästigung durch Lärm sahen.

Erfolgreich wurden diese allerdings erst, als sich verschiedene Themen unter dem “Nein zur dritten Start- und Landebahn” vereinten. So wurde das Problem von einem “Not in my back-yard”-Problem zu einem Thema von globalem Interesse.

Was können wir daraus lernen:
Wir sind stärken zusammen, wenn wir viele verschiedene Gruppierungen unter einem gemeinsamen “Nein” vereinen. So verschieben wir das Overton-Window und suggerieren “das ist doch gesunder Menschenverstand!”.

Richtig über Klimakrise und COVID-19 kommunizieren

Im Kommunikationsbriefing Corona und das Klima findest du FFF-Kommunikationstipps für alle Situationen, in denen jemand über „Corona vs. Klima“ sprechen muss – für Kommentare online, Presseanfragen, Vorträge, Abgeordnetengespräche, Interaktionen mit Außenstehenden und potenziellen OG-Mitgliedern.

Strategische Polarisierung

Die Frage ist nicht, ob man polarisiert oder nicht, sondern wie man strategisch polarisiert. Politische Herausforderer wie wir sollten strategisch entlang einer Macht-Achse „unten gegen oben“ polarisieren, die unsere Menschen als mehrheitlich, unsere Agenda als gesunden Menschenverstand und unsere Gegner als gierige Eliten an der Spitze darstellt. Gegenspieler polarisieren bewusst so, dass die Trennung “normale Mehrheit vs. Klimaschützer” lautet.

Beispiele für unstrategische Polarisierung:

– Demokraten vs. Republikaner

– Demonstranten vs. Polizei

– rechtschaffene Aktivisten vs. rückständige Mehrheit

– Landwirte vs. Klimaschützer*innen

Beispiele für strategische Polarisierung:

– die 99% vs. 1%

– alltägliche arbeitende Menschen gegen abgehobene Eliten

– wenige Großkonzerne vs die Mehrheit, inkl. Bauern

Die Aussage „Die herrschenden Menschen – geeint – werden niemals besiegt werden“ ist wahrscheinlich wahrer als „Gemeinsam werden Bürger*innen niemals besiegt werden.“ Die Spaltung der Eliten ist genauso wichtig für unseren Erfolg wie das Zusammenhalten der Bewegungsbasis.

Die Ablehnung von verallgemeinernden Erzählungen und Polarisierungen wird uns nicht davor schützen, in die deines Gegners hineingeschrieben zu werden. “Wenn FFF gewinnt, bedroht das eure Arbeitsplätze und den Wohlstand” und “FFF gefährdet den demokratischen Zusammenhalt”, oder auch “Flughafen-Baustopps sind ein Erfolg für Klimaschützer*innen, nicht für den Rest” sind ihre strategischen Polarisierungen: Die Mehrheit vs. FFF.

Wer es sagt, ist oft wichtiger als wie gut man es sagt”

FFF gewinnt an Macht für seine Sache, wenn es Menschen aus bestimmten gesellschaftlichen Umfeldern als Unterstützer*innen der Klimabewegung gewinnt und zu Aktiven macht. Diese Menschen entziehen dann den Politikern ihre Unterstützung, bis die Politiker im Einklang mit den Werten und Forderungen der Bewegung handeln.

Deshalb sollten z.B. Presseanfragen an diejenige Gruppe in FFF weitergeleitet werden, die aufgrund ihrer Herkunft/Reputation am ehesten die Unterstützung des gewinnbaren Publikums der Publikation gewinnen kann, die sich an FFF gewandt hat.

Wer eine Gelegenheit für Außenkommunikation hat (z.B. Social Media-Arbeit, Presseanfragen und die Art und Weise, wie sie beantwortet werden, wie Interviews gegeben werden usw.) kann fragen, welche OGs oder AGs innerhalb der Bewegung Verbindungen einer bestimmten Art haben: Verbindungen zu Meinungsführer*innen von Gruppen, deren Support man nicht erwarten würde – Landwirt*innen, Ökonom*innen, alte Menschen, Konservative, Kohlearbeiter*innen Geschäftsleute.